Keine Buskampagne in Berlin
Wie schon in einer früheren Andacht berichtet (siehe Mit Bussen gegen Gott) hat es ja in einigen europäischen Städten atheistische Werbekampagnen auf Bussen des öffentlichen Nahverkehrs gegeben. Auch in Berlin war ähnliches geplant, die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben dies aber abgelehnt.
Die atheistische Kampagne wollte mit Sprüchen wie
„Es gibt (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) keinen Gott.
WERTE SIND MENSCHLICH - AUF UNS KOMMT ES AN.“
„Gottlos glücklich.
EIN ERFÜLLTES LEBENBRAUCHT KEINEN GLAUBEN.“
auf Berliner Bussen werben.

geplanter Werbespruch einer atheistischen Kampagne
Wäre es nach den Vorstellungen der Initiative gegangen, die sich aus sieben Privatpersonen zusammensetzt und von mehreren Stiftungen und Vereinen wie der Giordano Bruno Stiftung unterstützt wird, hätten Ende dieser Woche schon die ersten Busse mit dem von den Spendern ausgewählten religionskritischen Sprüchen durch Berlin fahren können. Die BVG hat es aber abgelehnt, diese Form der Werbung auf ihren Bussen anzubringen. Das Unternehmen fürchtet Aufregung unter den Fahrgästen. Außerdem sei religiöse oder weltanschauliche Werbung in Bahnhöfen oder auf Bussen grundsätzlich nicht erlaubt.
Gut, die Begründung ist aus christlicher Sicht nicht wirklich umwerfend, aber immerhin können wir uns freuen, dass uns derartige Werbung erspart bleibt. Es ist verwunderlich, dass Atheisten derart auf ihre Weltanschauung aufmerksam machen wollen. Denn angenommen, es würde tatsächlich kein Gott existieren, dann könnte sich ein Atheist beruhigt zurück lehnen und müsste nicht mit geradezu religiösem Eifer auf seine Glaubenseinstellung aufmerksam machen.
In Madrid wurde der Spieß jetzt umgedreht und auf Bussen erscheint der Slogan „Dios si existe - Disfruta de la vida en Cristo“ zu Deutsch: „Gott gibt es doch. Genieße das Leben in Christus“

Na ja, man kann darüber denken wie man möchte. Aber es ist doch bemerkenswert, dass solche Kampagnen durchgeführt werden früher undenkbar.
Die Deutsche Initiative möchte übrigens nun versuchen, in anderen Städten erfolgreicher zu sein. München hat bereits abgewinkt, Köln hat zumindest zum jetzigen Zeitpunkt Nein gesagt. Aber die Initiatoren wollen solange weitersuchen, bis sie eine Stadt finden, die bereit ist, ihre Werbung anzunehmen.
Wie mag wohl Gott solche atheistischen Kampagnen sehen? Wie würden Sie sich vorkommen, wenn ihnen jemand erzählen würde, dass Sie gar nicht existieren? Ich glaube, dass wir einen souveränen Gott haben. Es ist nur schade um jeden Einzelnen, der erst nach seinem Tode merken wird, dass Gott tatsächlich existiert.
Aber eines ist klar: Keine Buskampagne der Welt wird Gott aufhalten können. Und auch sein Rettungsangebot durch Jesus Christus gilt unverändert, für jeden Menschen, ob Atheist oder nicht.
Eckart Haase