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Andacht vom 25. Februar 2008 .

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Beziehung zu Gott

Konsequente Nachfolge! die Epredigt!



Liebe Gemeinde,

ich grüße Sie alle recht herzlich am heutigen dritten Sonntag in der Passionszeit. Der heutige Sonntag hat das Thema konsequente Nachfolge zum Inhalt. Und mit diesem Thema beschäftigt sich auch der heutige Predigttext, welchen wir in 1. Könige 19, 1-8 finden.

Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Und Ahab sagte Isebel alles, was Elia getan hatte und wie er alle Propheten Baals mit dem Schwert umgebracht hatte. Da sandte Isebel einen Boten zu Elia und ließ ihm sagen: Die Götter sollen mir dies und das tun, wenn ich nicht morgen um diese Zeit dir tue, wie du diesen getan hast.

Da fürchtete er sich, machte sich auf und lief um sein Leben und kam nach Beerscheba in Juda und ließ seinen Diener dort.

Er aber ging hin in die Wüste eine Tagesreise weit und kam und setzte sich unter einen Wachholder und wünschte sich zu sterben und sprach: Es ist genug, so nimm denn nun, Herr, meine Seele; ich bin nicht besser als meine Väter. Und er legte sich hin und schlief unter dem Wachholder.

Und siehe, ein Engel rührte ihn an und sprach zu ihm: Steh auf und iss !
Und er sah sich um, und siehe, zu seinen Häupten lag ein geröstetes Brot und ein Krug mit Wasser. Und als er gegessen und getrunken hatte, legte er sich wieder schlafen. Und der Engel des Herrn kam zum zweitenmal wieder und rührte ihn an und sprach: Steh auf und iss ! Denn du hast einen langen Weg vor dir. Und er stand auf und aß und trank und ging durch die Kraft der Speise vierzig Tage und vierzig Nächte bis zum Berg Gottes, dem Horeb.

Liebe Gemeinde,

zu unserem heutigen Predigttext sollte man auch das 18. Kapitel von 1. Könige mit heranziehen. Dort wird uns berichtet, wie Elia die Propheten Baals nach Strich und Faden blamiert und das Volk wieder zu Gott hingeführt hat. Eigentlich müsste sich doch Gott freuen und Elia ein Leben in Ruhe und  Zufriedenheit bescheren. Statt dessen befindet sich Elia nunmehr in ernsthaften Schwierigkeiten. Die Frau von König Ahab trachtet ihm nach dem Leben.

Wenn man die Geschichte oberflächlich liest, dann könnte man schnell zu dem Ergebnis kommen, dass Elia hier doch ein gewaltiges Unrecht widerfährt. Aber dies scheint nur auf den ersten Blick so. Elia hat, und das ist richtig, mit Gottes Hilfe Sein Volk wieder zu Ihm hin geführt. Aber dann war sein Auftrag auch erledigt. Und was tat Elia ? Nun, er schoss gewaltig über das Ziel hinaus. Nach dem Gottesurteil auf dem Berg Karmel tötete er eigenmächtig alle Propheten Baals mit dem Schwert. Und genau dieses Vorgehen war nicht mehr durch Gottes Auftrag gedeckt.

Da Elia außerhalb Gottes Auftrag gehandelt hat, geriet er auch prompt in neue Schwierigkeiten.

Liebe Gemeinde, handeln wir bei unserem Dienst für den Herrn immer genau nach Seinem Willen ? Ich stelle mir bei meinen Hilfsaktionen immer folgende Frage: "Kommt durch meine Hilfe für eine Person, eine Organisation o.ä. irgendein Mensch zu Schaden oder wird dadurch benachteiligt? Falls ja, dann handele ich nicht im Sinne Gottes. Denn Gott liebt alle Menschenkinder und duldet es sicherlich nicht, dass jemand dadurch zu Schaden kommt, weil ich einem anderen Menschen geholfen habe.

Lassen Sie uns jetzt jedoch wieder zu Elia zurückkehren. Es kommt soweit, dass Elia um sein Leben rennen muss. Nahezu am Ende seiner menschlichen Kräfte sieht er ein, dass er allein nichts mehr ausrichten kann. Er tut das, was Gott auch von uns erwartet, wenn wir eine Verfehlung  begangen haben; Elia bereut und tut Buße.

Genau ab dem Moment, in welchem Elia seine Taten vor dem Herrn bereut, ist der Herr wieder treu und gerecht und greift sogleich wieder segnend
in das Leben von Elia ein.

Haben wir das nicht alle schon einmal in der ein oder anderen Art und Weise erlebt ? Wir arbeiten und rackern und hoffen und bangen und trotzdem geht alles irgendwie daneben. Wenn wir am tiefsten Punkt angelangt sind, wenn wir also nichts mehr ausrichten können und unseren Herrn inbrünstig um Hilfe bitten, dann ist Er auf einmal da und hilft uns. Das kann natürlich auf vielfältige Art und Weise geschehen. Unser Herr hat keine "Hilfsschablone", die auf alle Menschen passt. In der christlichen Szene existiert seit Jahren der Spruch: "Gott hilft spätestens rechtzeitig".

Denken Sie doch einmal darüber nach, in wie vielfältiger Art und Weise unser Herr schon in Ihr Leben eingegriffen hat. Vielleicht auch gerade da, wo Sie dachten, dass schon alles verloren sei ?

Schauen wir uns zum Abschluss noch kurz an, wie Gott hilft. Gott hilft immer im Zentrum, nicht nur oberflächlich. Elia wird zunächst die Gelegenheit gegeben, sich zu stärken, sich auszuruhen und abermals zu stärken. Gott führt also zunächst einmal die betrübte Seele und den betrübten Geist zur Ruhe.

Und als dies bei Elia geschehen war, konnte er frohen Mutes wieder den Befehlen unseres Herrn Folge leisten.

Liebe Gemeinde, genau das und nichts anderes will Gott auch mit uns im 3. Jahrtausend tun. Er will unsere oftmals betrübte Seele und unseren Geist stärken. Die Arbeitsmittel dafür haben wir, da bin ich mir sicher, zu Hause in unserem Bücherschrank stehen (natürlich die Bibel). Nachdem wir uns gestärkt haben erwartet unser Herr eigentlich nur noch von uns:

dass wir  I h n  lieben
dass wir  I h n  anbeten
dass wir auf  S e i n  Wort hören


Liebe Gemeinde, ich verspreche Ihnen, dass Ihr Leben gelingen wird, wenn Sie sich von unserem Herren derart führen lassen. Ich verspreche Ihnen keinen Reichtum oder ein sorgenfreies Leben, aber Sie werden ein Leben in vollkommener Zufriedenheit führen können, da sie ein Leben IN unserem Herrn führen.

Wie ein Leben IN unserem Herrn gelingt beschreibt der Liederdichter Benjamin Schmolck in dem 8. Vers des Liedes "Weicht Ihr Berge...", wie
folgt:

Nun, es sei mein ganz Vertrauen felsenfest ihm zugetan.
Auf ihn will ich immer bauen, er ist's, der mir helfen kann.
Erd und Himmel muss vergehn,
Gottes Bund bleibt ewig stehn.

Der Herr gebe Dir Demut, damit Du allein auf Ihn vertraust
Der Herr gebe Dir Kraft, damit Du Deinen Weg gehen kannst
Der Herr schenke Dir Seinen Segen, damit auch Du ein Segen für Deine
Mitmenschen sein kannst

Amen

Ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche

Ihr
Ulrich Naber


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