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Andacht vom 25. Juli 2008.

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Vom Wachsen der Saat




Jesus hat uns in alle Welt geschickt, um die Frohe Botschaft aller Kreatur zu predigen; viele Christen nehmen den Missionsbefehl auch sehr ernst und bekennen Jesus, wo sie nur können: Ein Leser-, Zuschauer- oder Hörerbrief, Briefe an Freunde und Verwandte, die Mithilfe bei Evangelisationen, Briefkastenaktionen, das persönliche Verteilen von Traktaten, die Einladung von Freunden und Bekannten zum Gottesdienst oder auf ein Gemeindefest, das Gespräch mit den Kollegen ...

Doch meist sieht man kein Vorankommen, kein Ergebnis, kein Aufgehen der Saat; aus persönlicher Erfahrung weiß ich, wie frustrierend es ist, wenn man Traktate weiter gibt und selbst nach Jahren keine greifbare Bekehrung erlebt.

Dennoch dürfen wir dem Herrn vertrauen: So hat ein ehemaliger Arbeitskollege bei der US-Army mir Jesus als seinen ganz persönlichen Retter bekannt, und es hat viele Menschen gegeben, die mir ein Traktat in die Hand drückten. Als ich noch auf der Handelsschule war, drückte mir ein Christ ein kleines Johannes-Evangelium in die Hand, und in Stuttgart war es ein Chick-Comic, das mir jemand beim Einsteigen in den Zug überreichte. Ein anderes fand ich in einer Kirche.

All dies hat mit dazu beigetragen, dass ich gläubig geworden bin; die Betreffenden haben auch nicht die Saat bei mir aufgehen sehen, die sie gestreut haben. Gott hat uns aber versprochen, dass Sein Wort niemals leer zurück kommen wird, sondern das bewirkt, zu dem Er es ausgesandt hat; im Himmel werden wir manchen entdecken, dem wir Zeugnis gegeben haben und der deshalb gerettet worden ist.

Unsere Aufgabe ist es, den Samen auszusäen; ernten wird der Herr selbst. Wir können sicher sein, dass aus dem, was wir für den Herrn tun, etwas entsteht. Der Weizen, den wir ausstreuen, wächst.

Mancher bekehrte sich durch einen Autoaufkleber, ein anderer kam zum Glauben durch ein Plakat, das er sah, ein anderer durch das Beispiel von Christen, der Nächste durch einen rein zufälligen Besuch bei einer Grossevangelisation, wieder ein anderer durch ein Traktat, das am Zeitschriftenständer eines Krankenhauses auslag. Und auch der Zehnte, den wir unserer Kirchengemeinde zukommen lassen, die Spende an ein Missionswerk, die ehrenamtliche Mitarbeit bei der Heilsarmee bringt manchen zum Glauben, auch wenn wir selbst vielleicht keinen direkten Kontakt zu dem ein oder anderen hatten.

Seien wir uns gewiss, dass die Saat aufgeht. Machen wir weiter in Seinem Werk, in der Arbeit am Evangelium! Es wächst, es weitet sich aus, es zieht Kreise, oft sogar international. Mut macht hier mein heutiger Bibellesetipp:

"Und er sprach: 'Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wen ein Mensch Samen aufs Land wirft und schläft und aufsteht, Nacht und Tag; und der Same geht auf und wächst - er weiß nicht wie. Denn von selbst bringt die Erde Frucht, zuerst den Halm, danach die Ähre, danach den vollen Weizen in der Ähre. Wenn sie aber die Frucht gebracht hat, so schickt er alsbald die Sichel hin; denn die Ernte ist da."
(Markus 4:26-29)

Mit den besten Segenswünschen
Euer


Markus Kenn



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