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Andacht vom 26. Februar 2008.

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Das Minusgesschäft!



Kai, ein Großstadtjunge, bewunderte seinen Vater. Er war ein außerordentlich guter Geschäftsmann und hatte einen guten Riecher. Kai war mächtig stolz auf ihn. So wollte er auch einmal werden. Vaters Jugendtraum war eine kleine Landwirtschaft. Zusätzlich kaufte er noch einen alten Hof. Plötzlich gingen die Geschäfte schlecht und die Firma machte pleite. Total verarmt zog die Familie in das Bauernhaus. Kai wußte: Mein Vater wird es schaffen.

Von dem letzten verbleibenden Geld kaufte er einige Säcke Getreide. Als das Frühjahr kam, traute Kai seinen Augen nicht. Der Vater nahm doch das teure Korn und warf es einfach auf die Felder. So eine Dummheit hatte er ihm doch nicht zugetraut. Damit hätte man doch Brot und Kuchen backen können, oder die Vögel füttern. Er wollte seinen Vater abhalten und rief ihm hinterher:

„Vater, jetzt machst du ein Minusgeschäft. Du wirfst unser letzten Vorräte zum Fenster hinaus!“. Doch der Vater ließ sich nicht beirren und sagte: „Junge, das wirst du später verstehen.“ Die Wochen und Monate vergingen. Der braune Acker wurde lebendig. Kleine grüne Pflanzen sprossen, die immer größer wurden und sich zu gelben Ähren verfärbten. Der Vater freute sich, nahm einige Ähren und sagte:

„Sohn, zähle die Körner.“  Kai hatte zu tun. „Da sind mal sechzig, mal achtzig und mal hundert Körner!“, rief er erstaunt. „Und sagst du immer noch, das war ein Minusgeschäft? Das eine Korn mußte in der Erde sterben, daß daraus eine Ähre mit so viel Frucht wachsen konnte.“

Kai schaute ehrfurchtsvoll auf . „Vater, und du hast dieses große Geheimnis gewußt?“ Der Vater mußte lächeln. „Junge, das ist das Gesetz von Saat und Ernte. Jesus hat auch davon gesprochen. Wir sollen es genau so machen wie er. Er hat sich selbst mit einem Weizenkorn verglichen. Er hat nur für den Vater gelebt und seinen Willen erfüllt

Wenn wir uns ihm ganz hingeben, ist das wie ein Sterben bei dem Korn. Zunächst sieht das aus wie ein Minusgeschäft, denn es schmerzt. Doch daraus wird viel Frucht entstehen. Die Ewigkeit ist die große Ernte, da wirst du sehen, daß sich alle Hingabe, aller Einsatz, alles Sterben gelohnt  hat. Bei uns gibt es manche Pleiten, aber ein Leben für Gott ist kein Minusgeschäft.“

 

Joh. 12,24-25 ;

 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht. 25 Wer sein Leben lieb hat, der wird's verlieren; und wer sein Leben auf dieser Welt hasst, der wird's erhalten zum ewigen Leben.

Luk. 9,24  

24 Denn wer sein Leben erhalten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird's erhalten.

Recht für den Text

Cornelia Hott


Ein Projekt von Christliche Autoren und pdh-ichtys © 2009