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Andacht vom 26. Juli 2008.

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Barack Obama und der Antichrist



Was war das für ein Hype, als der amerikanische Präsidentschaftskandidat Barack Obama in Berlin seine Rede gehalten hat. 200.000 Zuschauer haben ihm an der Siegessäule zugejubelt.

Es soll in diesem Beitrag nicht darum gehen, in Barack Obama den Antichristen zu sehen. Damit würden wir ihm sicherlich unrecht tun. Und noch ist er ja auch gar nicht gewählt. Aber es gibt durchaus einige Prinzipien, die auf den kommenden Antichristen zutreffen können. Es kann durchaus sein, dass Obama ein Wegbereiter des Antichristen ist. Die Vorsilbe „Anti“ heisst keineswegs nur „gegen“, sondern vor allem „an Stelle von“. Der Antichrist ist ein Ersatz-Messias, der sich Christus-ähnlich aufspielt und sich als Retter dieser Welt aufspielt. An Stelle von Jesus. Und diesen Anspruch hat Obama. Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ schreibt in seiner Online-Ausgabe:

„Barack Obama wird in diesen Tagen oft mit einem Popstar verglichen. Am Donnerstagabend lieferte er ein Meisterstück politischer Verzauberungskunst. Er versprach, die Wunden der Welt zu heilen, von den schmelzenden Polkappen bis nach Israel. Die Weltreligionen will er versöhnen, Schwarze und Weiße einander näher bringen, Europa und Amerikaner auch, der Genozid in Darfur soll beendet werden, und die Probleme der Globalisierung will er durch einen Welthandel lösen, der nicht nur frei, sondern auch fair ist. Man kann das in dieser Ballung beeindruckend finden - oder schamlos.“ (www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,567936,00.html)

Und der "Stern" titelt in seiner aktuellen Ausgabe (vom 24.7.): Barack Obama - Erlöser oder Verführer?

Das sind durchaus Ansprüche, die auch der Antichrist verkörpern dürfte: Die Probleme dieser Welt lösen, ihre Wunden heilen, die Religionen zusammenführen und den Welthandel dominieren. Obama scheint anzustreben, eine Art Weltpräsident zu sein. Aus seinen Aussagen ist deutlich zu sehen, dass er global handeln und wirken will, mehr als amerikanische Präsidenten vor ihm. Und Obama wird jetzt schon von vielen bejubelt, ja gar verehrt. Das ist ohnehin das Hauptkennzeichen des Antichristen, dass er angebetet werden möchte – an Stelle von Jesus. Und die Menschen werden ihn anbeten:

„Und alle, die auf der Erde wohnen, werden ihn anbeten, jeder, dessen Name nicht geschrieben ist im Buch des Lebens des geschlachteten Lammes von Grundlegung der Welt an.“ (Offenbarung 13,8).

Nochmals sei betont, dass mit alldem wirklich nicht gesagt werden soll, dass es sich bei Obama um den Antichristen handelt. Ein Wegbereiter aber kann er sein. Auch Jesus hatte einen Wegbereiter: Johannes den Täufer. Ist Obama der Wegbereiter des Antichristen?
Oder ist er einer von mehreren Wegbereitern? Die Bibel spricht schließlich vom Antichristen auch im Plural:

„Kinder, es ist die letzte Stunde, und wie ihr gehört habt, dass der Antichrist kommt, so sind auch jetzt viele Antichristen aufgetreten; daher wissen wir, dass es die letzte Stunde ist.“ (1. Joh. 2,18)


Es kann also sein, dass der veränderte Zeitgeist selbst mitsamt den auf den Plan tretenden Persönlichkeiten insgesamt dem Antichristen das Feld bereiten wird. Der amerikanische Präsident hat dabei natürlich eine besondere Bedeutung als mächtigster Mensch der Welt. Es bleibt abzuwarten, ob Obama zum 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt wird. Jüngste Wählerumfragen sehen ihn vorne, aber das werden wir in einigen Wochen genauer wissen.


Eckart Haase




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