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Andacht vom 26. November 2008.

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Wenn Glaubensgeschwister sündigen




Wir Menschen sind unvollkommen, und auch als Christen tun wir Dinge, die oft nicht in Ordnung sind. Ganz gleich, welcher Denomination wir angehören, ganz gleich, zu welcher Kirchengemeinde wir gehen, ganz gleich, welchen Bibel- oder Hauskreis wir besuchen: Wir erleben, dass Glaubensgeschwister sündigen. Sollen wir darüber hinweg sehen?

Sicher nicht! Kein Problem und keine Sünde wird dadurch ungeschehen, wenn man darüber wortlos hinweg geht. Wir sind auch die Wächter über unsere Glaubensgeschwister und dafür verantwortlich, ob sie ihr Leben an Christus ausrichten oder nicht. Letztendlich geht es um das Heil aller, auch des Einzelnen.

Aber wir dürfen uns dabei nicht überheben: Auch wir sind nur Menschen, auch wir bedürfen des Gebetes, der Belehrung, der Zurechtweisung. Nehmen wir berechtigte Kritik dankend an, erkennen wir es als Chance, uns selbst zu korrigieren. Von unserem Verhalten - Deinem wie meinem - hängt auch ab, ob andere gerettet werden oder nicht, denn es ist unsere Authentizität, die über unsere Glaubwürdigkeit entscheidet.

Wir dürfen aber nicht nachtragend sein: Wenn ein Glaubensbruder oder eine Glaubensschwester bereut, dann hat sie auch Anspruch auf unsere Vergebung. Auch wir selbst - jeder Einzelne von uns - bedarf ihrer.

Ich nehme mich hier nicht aus: Oft rutscht mir etwas Unüberlegtes heraus, oft sage ich etwas, was einen anderen kränkt. Oft bin ich einfach zu impulsiv. Oder ich erwische mich dabei, mich selbst zu loben, selbst an Stellen, wo dies wirklich nicht angebracht ist.

Jesus weiß um unsere Begrenzungen, um unsere Schwäche. Er gibt uns aber immer wieder eine neue Chance. Er zeigt uns, wie wir damit umgehen können und sollen. Lernen wir auch hier von Ihm!


Bibellesetipp:

"'Sündigt aber dein Bruder wider dich, so gehe hin und weise ihn zurecht zwischen dir und ihm allein. Hört er auf dich, so hast du einen Bruder gewonnen. Hört er nicht auf dich, so nimm noch einen oder zwei mit dir, auf dass jede Sache durch zweier oder dreier Zeugen Mund bestätigt werde. Hört er auf die nicht, so sage es der Gemeinde: Hört er auch auf die Gemeinde nicht, so sei er für dich wie der Heide und Zöllner. Wahrlich, ich sage euch: Was ihr auf Erden bindet werdet, wird auch im Himmel gebunden sein, und was ihr auf Erden lösen wird, wird auch im Himmel gelöst sein. Auch sage ich euch: Wenn zwei von euch eins werden auf Erden, um irgend etwas zu bitten, so soll es ihnen widerfahren von meinem Vater im Himmel. Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.' Da trat Petrus zu ihm und sprach: 'Herr, wie oft muss ich denn meinem Bruder, der gegen mich sündigt, vergeben? Bis siebenmal?' Jesus sprach zu ihm: 'Ich sage dir: Nicht bis siebenmal, sondern bis siebzigmal siebenmal." (Matthäus 18:15-22)

Mit den besten Segenswünschen
Euer


Markus Kenn



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