Worauf ist dein Leben aufgebaut?
Städte und Gemeinden prüfen gründlich, wenn sie ein Baugebiet ausweisen: Im Planfeststellungsverfahren wird geprüft, ob hier überhaupt gebaut werden kann und wenn ja, wie; nicht jedes Baugebiet ist für Hochhäuser geeignet.
Aber auch ein Häuslebauer tut gut daran, genau zu planen: Das fängt mit den Finanzen an, mit der Überprüfung des Eigenkapitals, mit der Suche nach passenden Krediten und Hypotheken. Entscheidend ist auch, ob der Arbeitsplatz sicher ist oder nicht. Man wählt den Standort aus, der nach Möglichkeit nicht allzuweit vom Arbeitsplatz sein sollte, in dessen Nähe es Einkaufsmöglichkeiten, Schulen für die Kinder und Ärzte gibt. Und natürlich spielt auch das Freizeitangebot eine Rolle.
Man wählt dann sorgsam die Architekten und Handwerker aus, man plant, wie groß das Haus sein soll, wie man es räumlich gestalten möchte, womit man heizt und so fort. Man guckt auch danach, ob man die Kosten durch Eigenarbeiten senken kann. Sprich: Man plant alles bis ins kleinste Detail.
Doch mit unserer Lebensplanung, damit, worauf wir unser Leben aufbauen, nehmen wir es nicht so genau: Jeder soll schließlich nach seiner Facon selig werden. Im Supermarkt der Möglichkeiten kann sich jeder letztendlich sein eigenes Weltbild zusammen bauen. Allenfalls die Karriere planen wir noch, doch mit dem Sinn unseres Lebens, mit der Frage nach der Ewigkeit gehen wir schlampig um.
Wir treffen auch für alles Vorsorge: Banken und Versicherungen haben eine schier endlose Produktpalette an Sparplänen und Absicherungen: Für das Alter, für Erwerbs- und Berufsunfähigkeit, für die Ausbildung der Kinder, für die Aussteuer, für die Pflege. Wir haben Krankenhaustagegeldversicherungen, Zahn- und Brillenzusatzversicherungen, wir versichern uns dagegen, wenn wir von einer Reise zurücktreten müssen. Es gibt für alles und jedes Sparpläne und Versicherungen, und einige sind überflüssiger als ein Kropf.
Das eigentliche Fundament unseres Lebens, die Werte, nach denen wir uns orientieren sollten, lassen uns dagegen eiskalt. Wir empfinden solche Fragen eher als störend, als überflüssig.
Deshalb gibt es heute wohl so viele Menschen, deren Meinung austauschbar ist, die keine Geradlinigkeit mehr besitzen, die aalglatt sind. Farbe bekennen, Rückgrat beweisen, Mut haben: Das geht heute mehr und mehr zurück. Irgendwie scheint alles erlaubt, und mit kleinen Sünden machen wir sogar Werbung.
Aber macht das Sinn? Ist die Gesellschaft mit ihrer Gier, mit ihrer Sehnsucht nach oberflächlichem Spaß, nach Zerstreuung nicht auf dem besten Weg, vom Abgrund verschlungen zu werden? Wundert es uns wirklich, wenn Kinder zu Tyrannen werden, wenn der Respekt in der Gesellschaft fehlt? Dass Bücher mit Titeln erscheinen wie "Generation doof"?
Der Mensch erntet, was er sät. Im Englischen heisst das so: "You get, what you give! - Du bekommst, was du gibst!" Das lehrte schon Jesus vor fast genau 2000 Jahren. Er weiß, dass wir Orientierung brauchen, dass wir nur dann bestehen können, wenn wir unser Lebenshaus auf den Felsen biblischer Werte bauen. Und dies beschreibt er in meinem heutigen Bibellesetipp, nämlich in Matthäus 7:24-29:
" 'Darum, wer diese meine Rede hört und tut sie, den vergleiche ich mit einem klugen Mann, der sein Haus auf einen Felsen baute. Als nun ein Platzregen fiel und die Winde wehten und stießen an das Haus, fiel es doch nicht, denn es war auf einen Felsen gegründet. Und wer diese meine Rede hört und tut sie nicht, der ist einem törichten Manne gleich, der sein Haus auf den Sand baute. Als nun ein Platzregen fiel und die Wasserströme kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, da fiel es, und sein Fall war groß.' Und es begab sich, als Jesus diese Reden vollendet hatte, entsetzte sich das Volk über seine Lehre, denn er lehrte sie als einer, der Vollmacht hat und nicht wie die Schriftgelehrten."
Mit den besten Segenswünschen
Euer
Markus Kenn