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Andacht vom 27. Februar 2008.

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        - Anstoß



Ich muss die Werke dessen wirken, der mich gesandt hat, solange es Tag ist. Es kommt die Nacht, da niemand wirken kann.   Joh. 9, 4

 


Liebe Angestoßene, lieber Angestoßener,

 

ich bin sicher, und die Bibel beschreibt diese Situationen, in denen Gott große Probleme mit seinen Kindern hat. In unserer kurzen Anbetungszeit heute morgen hatte meine Frau ein ernstes Wort für mich: Fremde rauben seine Kraft, und er merkt es nicht. Wir sind oft mit vielen Dingen beschäftigt, engagieren uns hier und dort, mischen uns in Dinge ein, die nicht für uns sind. Aber die eigentlichen Aufträge, für die uns Gott gesalbt hat, bleiben liegen. Wir haben ja überhaupt so viel zu tun. Wie sollen wir das auch noch schaffen?

 

Nun, Jesus war damals total anders gearrtet. Er scheute sich nicht, kam die Versuchung, dass ihn etwas oder eine Person von seinem eigentlichen Auftrag seines Vaters abzubringen versuchte, notfalls auch energisch dagegen vorzugehen. Als seine eigene Mutter ihn auf der Hochzeit in Khana zu etwas bewegen wollte, was nicht mit seinem Vater im Himmel abgesprochen war, fragte er sie fast unfreundlich: Frau, was habe ich mit dir zu schaffen? Und auch seine Antwort an Petrus, als der ihn vor dem nahenden Tod bewahren wollte, herrschte er an: Weiche von mir Satan.

 

Wir stehen in der letzten Zeit, bevor Jesus wieder kommt. Er hat es selbst in seinem Wort gesagt, dass wir peinlich genau darauf achten sollen, dass wir für dieses Ereignis in unseren Herzen bereit sind. Aber auch der oben zitierte Vers zeigt uns, wie sehr Jesus mit der anderen wichtigen Tatsache beschäftigt war. Bevor Jesus wieder kommt, damit auch das Ende dieser uns bekannten Welt, und er einen neuen und eine neue Erde schafft, ist es absolut notwendig, dass wir es ihm nachmachen und die Werke des Vaters tun. Jesus hatte vor seinem Tod und seiner Auferstehung alle Hände damit zu tun, die Menschen in Israel und ganz speziell seine Feunde mit den himmlischen Dingen des Reiches Gottes vertraut zu machen, auch wenn sie meistens offensichtlich nichts verstanden. Er tat es mit Wort und Tat - mit seinem ganzen Sein. Wie sagte er Johannes, dem Täufer, als der fragte, ob denn nun das Reich Gottes wirklich zu ihnen gekommen war? Schau hin: Blinde sehen, Lahme gehen, Gefangene werden frei - und den Armen wird das Evangelium gepredigt. Sicherlich eine Erfüllung der Versprechen Gottes, die er durch Jesaja in den Kapiteln 9 und 61 aussprechen ließ. Gott selbst kam zu seinem verblendeten und frömmelnden Volk und brachte ihm selbst seine Wahrheit bei. Jesus war dabei so identisch in Wort und Sein, dass er wirklich sagen konnte: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich. Ganz nebenbei - ist er nicht wirklich treu und verlässlich entgegen der launischen und unberechenbaren Götter, die Menschen sich gemacht haben?

 

Jesus war sich der entscheidenden Wichtigkeit seiner irdischen Mission bewusst und konzentrierte sich voll auf das, was der Vater ihm aufgetragen hatte. In Liebe und Entschlossenheit ging er durch alle Versuchung hindurch und war siegreich dabei. Er lehrte das Volk und seine Jünger und war ein perfekter Anleiter in Sachen Reich Gottes. Auch in Sachen Demut war er das perfekte Vorbild: Ihr werdet größere Dinge tun als ich, denn ich gehe zum Vater ... Ich muss sagen, dass die so absolut liebenswerte Person Gottes, die so absolut uneigennützig handelt und nur an dich und mich gedacht hat in allen Dingen, einfach nur Liebe und Hingabe bei mir entfachen kann, wenn ich ihn ansehe. Und wir sollen auf ihn sehen, das sagt sein Wort. Wende den Blick nur auf Jesus. Schau voll in sein Antlitz hinein. Und die Dinge der Welt werden seltsam trüb und im Licht seiner Herrlichkeit klein. Ein Lied aus meiner Sonntagschule, wie wir damals in der FeG zum Kindergottesdienst sagten.

 

Jesus hat es uns vorgemacht. Sein Siegesruf am Kreuz: Es ist vollbracht.... und damit hat er wirklich ALLES gemeint, und niemand kann auch nur ein Körnchen dazu tun!!!! ... ist der absolute Höhepunkt dazu. Ich bin gekommen, damit du wieder selig sein kannst. Du sollst zum Vater kommen und in der Gemeinschaft mit ihm LEBEN. Ich bin gekommen, damit du DAS LEBEN und volle Erfüllung hast. Ich will, dass du LEBST. Ich liebe dich, mein Kind, und nun lebe, lebe, lebe durch mich, durch meinen Tod und meine Auferstehung. Ich bin dir voran gegangen, bin zum Vater aufgefahren. Ja, ich sitze zur Rechten meines Vaters und ich regiere und herrsche über die Welt. Ich habe dir eine Wohnung vorbereitet, du sollst mit uns leben und mit uns zusammen sein in ewiger dauernder Liebe und Freude.

 

Der Vater, Jesus und der Heilige Geist warten nun auf dich und mich. Er hat das nicht alles nur für uns getan, sondern Jesus sagt auch: Ich will, dass alle Menschen zur Erkentnis der Wahrheit kommen. Du siehst allein in dieser Wortwahl, dass es keinem Menschen möglich ist, dass er diese Wahrheit durch eigene Anstrengung bekommen kann. Aber der treue Gott bietet es jedem Menschen an, dass er ihn zu dieser Erkenntnis kommen lassen will. Dazu will er dich und mich gebrauchen. Und er hat es uns vorgemacht, indem er absolut identisch war: Er war Mensch und der Sohn Gottes. Und er hat auf der Erde die Dinge gewirkt, die der Vater im Himmel getan hat. Er war treu und zuverlässig seinem Vater und und Menschen gegenüber. Und er war und ist die Liebe, die wir so sehr brauchten, nachdem es durch die Trennung so kalt in der Welt geworden ist.

 

Lass uns identisch sein mit dem, wozu Jesus uns durch seinen Tod gemacht hat: Königskinder des allerhöchsten Königs. Und lass uns uns auf das konzentrieren und das tun, was wirklich wichtig ist. Das hat nichts mit Klostermauern oder Tag und Nacht beten und Bibel lesen zu tun. Aber lassen wir uns von aller unnützen Streiterei, Rechthaberei, humanistischem Aktionismus, auch frommen Sozialfuzzitum, was sowieso nur dem eigenen Ego dienen soll und im Feuer Gottes verbrennen wird, uns trennen und das Wesentliche tun. Auch wir müssen die Werke dessen wirken, der uns gesandt hat. Und das, solange es Tag ist. Herr, hilf uns dazu. Komm mit deinem Feuer und brenn in unseren Herzen weg, was nicht von dir ist - und lass uns, so wie du, durch dein Feuer Raketen und Supernovas deiner Liebe sein genau da, wo du uns hingestellt hast.

 

Gottes Streitwagen stehen bereit, die feurigen Rösser sind angespannt und scharren ungeduldig mit den Hufen im Wüstensand. Der Engel Gottes steht schon bereit im Wagen, die Peitsche und die Zügel in der Hand. Es wird Zeit, einzusteigen und die für dich bestimmten Werke dessen zu tun, der dich gesandt und mit seinem Geist hierzu gesalbt hat. Gott ist mit dir. Er ist es, der es tut!

 

Dieser Weg wir kein leichter sein.               (Text Xavier Naidoo)

Dieser Weg ist steinig und schwer.

Nicht mit vielen wirst du dir einig sein*,

doch dieses Leben bietet so viel mehr.

 

Aber:

Ich will streben nach dem Leben,

wo ich selig bin.

Ich will ringen einzudringen,

bis dass ich´s gewinn.

Hält man mich, so lauf ich fort.

Bin ich matt, so ruft das Wort.

Fortgerungen, durchgedrungen!!!!

bis zum Kleinod hin! AMEN Hoaaaaahhhhh!

 

 

Gott segne dich!

Wolfgang Hilger

*Sei nicht erschrocken, wenn es vielleicht gerade die Frommen sind, die sich von dir abwenden.

Ein Projekt von Christliche Autoren und pdh-ichtys © 2007, 2008