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Andacht vom 27. Februar 2009.

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Auch die anderen Stimmen hören


Eine Menge Stimmen dringen tagtäglich an unser Ohr. Stimmen von Freunden und Bekannten, von Radio und Fernseher, von Arbeitskollegen und von der eigenen Familie.

Wir hören auf viele Stimmen, ohne zu überlegen welche Stimmen zu uns reden. Natürlich hören wir nur gern bzw. sehr gern positive Stimmen über uns, aber am meisten helfen uns die Stimmen weiter, die auch negatives über unsere Persönlichkeit aussprechen.

Niemand - auch wir Christen nicht - wollen negatives über uns hören. In diesem Falle sind wir Christen leider auch nicht besser als unsere Nicht-Christen. Wir wollen uns einfach besser sehen, als wir in Wirklichkeit sind. Etwas Positives über uns zu hören, schmeichelt unserem Ego, aber wehe es wird etwas Negatives ausgesprochen, brechen wir innerlich zusammen und verstehen die Welt nicht mehr.

Sollten wir anderen Menschen um uns herum nicht die Chance einräumen Ihre Sicht über uns aus zu sprechen ohne dass wir gleich das Weite suchen? Ich finde es überaus traurig, wenn enge Freunde und Bekannte noch nicht einmal die Möglichkeit erhalten, Probleme an zu sprechen, die sie mit uns haben und sich über unsere Persönlichkeit zu unterhalten, ohne dass wir uns nicht in den letzten Winkel unserer Wohnung oder Hauses zurück ziehen. So verhalten wir uns, wie ein unreifes Kind, dass nicht zur Selbstkritik fähig ist.

Unter Freunden und Bekannten müsste es möglich sein, einander korrigieren zu können, sich zu ermutigen oder auch mal negatives ansprechen zu können. Aber leider ist es auch heutzutage so, dass dies rein unmöglich ist. Denn jeder der korrigiert wird, fühlt sich gleich angegriffen und sieht diese Korrektur nicht als positives Zeichen an. Wer möchte schon negatives über sich selber hören? Niemand.

Lassen wir auch einmal die "anderen Stimmen" zu Wort kommen, und nicht immer die, die uns nur schmeicheln und die unseren Geltungsdrang in den Mittelpunkt stellen und diesen so mit verstärken.
Immer nur positive Stimmen an unser Ohr kommen zu lassen heißt, dem Wachstum ab zu schwören und dem Stillstand den Vorrang ein zu räumen.

Jesus Christus möchte einfach nicht, dass wir im Alter von 20, 30, 40, 50, 60 oder mehr Jahren noch auf dem Stand eines Kindes sind. Jesus Christus möchte, dass wir nicht nur menschlich erwachsen werden, sondern auch geistig und was unseren Glauben betrifft. Deshalb lässt er es auch zu, dass Menschen in unserem Umfeld, sich negativ über uns äußern. Aber anstatt sich aufzuregen und zu poltern wäre es wirklich manches mal angebracht, dass wir auch endlich auch über uns nachdenken und nicht über die Aussagen, die einer unser Freunde getroffen hat, die uns nicht in den "Kram" passen.
 
Hören Sie auch einmal auf die sogenannten "negativen Stimmen", denn diese bedeuten für uns Wachstum und nicht Stillstand. Denken Sie mal in aller Ruhe darüber nach, was Freunde und Bekannte Ihnen in der letzten Zeit sagen wollten und Sie es vielleicht verworfen haben. Tun Sie es nicht! Dies bedeutet Wachstum für Sie, alles andere bedeutet Stillstand!
 
Ich wünsche Ihnen, dass Sie auch einmal den anderen Stimmen in Ihrem Leben eine Chance einräumen und nicht nur den Stimmen, die positiv an Ihr Ohr gelangen.
Dies wünscht Ihnen von Herzen
Ihre


Marina Perl



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