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Andacht vom 27. Juli 2008.

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Vom Lohn der Nachfolge




Vielleicht ist es Euch so ergangen wie mir: Als ich Christ wurde, veränderte sich mein Denken; Prioritäten wurden neu gesetzt. Was mir früher Spaß machte, sagt mir seitdem nichts mehr. Ich definiere mich nicht mehr über Karriere, Äusserlichkeiten oder Erfolg, sondern über die Intensität meiner Beziehung zu Jesus.

Natürlich: Das ist anfangs irritierend, auch für einen selbst, aber vor allem für Andere. Weil sich mein Denken verändert hat, veränderte sich auch mein Reden: Schmutzige Witze und Zweideutigkeiten sind mir fremd geworden. Trinkgelage geben mir nichts mehr.

Natürlich haben solche Veränderungen auch Auswirkungen auf unsere Beziehungen: Bei unseren Bekannten und Freunden bleibt ja meistens alles beim Alten. Weil man selbst Dinge mehr und mehr aus biblischer Sicht betrachtet und bewertet, wird man als Ewig-Gestriger abgestempelt.

Manche Beziehung geht auch in die Brüche: Weil ich Jesus bekannte, ging der Briefkontakt mit einem ehemaligen Arbeitskollegen von der US-Army in die Brüche. Ein anderer Kollege aus einem Ein-Euro-Job reagierte auf meine Briefe nicht mehr, weil ich immer ein Traktat beilegte.

Oft habe ich mich selbst gefragt: Was bringt mir das Ganze? Ausgelacht, verspottet, abgestempelt, als Spinner verschrien und Freunde verloren: Macht das Sinn? Wofür eigentlich?

Und doch: Im Gegenzug konnte ich mich mit anderen versöhnen. Ich komme mit einer Nachbarin, mit der ich über Jahre im Clinch lag, zurecht. Mit einer Tante verstehe ich mich jetzt wieder.

Viele stellen auch fest, dass ich mich positiv verändert habe, ruhiger geworden bin, eindeutiger, geradliniger, mutiger. Ich werde von Hoffnung getragen. Und ich komme auch mit Wenigem parat und sogar sehr weit. Für Vieles bin ich dankbar, was für mich früher selbstverständlich war.

Vor allem weiss ich: Ganz gleich, wie widerlich auch die Umstände sein mögen, was auch schief gehen wird, wie schwer mich das Leben hier auch beuteln mag; am Ende werde ich in Seinem Sieg das ewige Leben haben, frei von Tränen, von Sorgen, von Leid. In Seinem Reich werde ich König sein. Über goldene Strassen gehen.

Der Lohn der Nachfolge ist aber auch jetzt schon greifbar: Die Freundschaften, die ich jetzt habe, sind tiefer, interessanter, beständiger. Der Grund, auf dem sie gelegt sind, ist einfach stabiler. Ich kann mich auf meine Freunde nun verlassen.

Die Nachfolge Christi mag uns vielleicht sehr viel kosten, doch es ist eine gute, gewinnbringende Investition. Nirgends bekommt man so viel Zins und Zinseszins. Und dies mit einer Sicherheit, die keine Bank und kein Staat gewährleisten kann.


Bibellesetipp:

"Da sprach Petrus: 'Siehe, wir haben, was wir hatten, verlassen und sind dir nachgefolgt.' Er aber sprach zu ihnen: 'Wahrlich, ich sage euch: Es ist niemand, der Haus oder Frau oder Brüder oder Eltern oder Kinder verlässt um des Reiches Gottes willen, der es nicht vielfach wieder empfange in dieser Zeit und in der zukünftigen Welt das ewige Leben.'"
(Lukas 18:28-30)

Mit den besten Segenswünschen
Euer


Markus Kenn



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