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Der Hammer Gottes
Das Wort Gottes, die Bibel, ist schon sehr aufschlussreich. Der Leser erfährt sehr vieles über den Schöpfer aller Dinge, wie er so ist und wie er handelt. Das ist deshalb so modern, weil Gott sich nie verändert. Der Gott, der Adam und Eva erschuf ist derselbe, der in Jesus Christus in diese Welt kam und der in diesem Augenblick Deine Geschicke in seiner Hand hält.
Besonders fällt auf, dass Gott in der Bibel mehr züchtigt als lobt. Es sind teils drastische Maßnahmen, die Gott ergreift, wenn Menschen sich nicht an seine Gebote halten, insbesondere wenn es sich um sein eigenes Volk handelt, zu dem nun auch alle Kinder Gottes gehören. Wer die Geschichte Israels im Alten Testament verfolgt, sieht, dass Gott oft den Hammer hervorholt, um die Seinen wieder auf die rechte Bahn zurückzubringen. Wenn ich das so mit mir vergleiche, fällt mir auf, dass Gott auch teilweise sehr drastisch mit mir vorgegangen ist. Wenn sich irgendein Schlendrian, irgendeine Sünde so richtig im Leben festgesetzt hatte, dann war es nur eine Frage der Zeit, bis der Hammer Gottes kam. Plötzlich war die ganze Welt gegen mich, im Job gab es Stress und von allen Seiten kam auf einmal Ärger. Genauso erging es Gottes Volk. Wann immer sich eine Sache festgefahren hatte und das waren zumeist die Verehrung irgendwelcher anderen Götter oder andere Abweichungen dann ließ Gott die Seinen spüren, wohin so etwas führte. Plötzlich ließ Gott die Könige fremder Völker stark werden, die dann gegen Israel Krieg führten oder Plünderer traten auf den Plan, als es einmal ganz schlimm wurde musste das Volk sogar komplett in die Gefangenschaft gehen, ja sogar Löwen schickte Gott zum Gericht.
„Im neunten Jahr Hoschea nahm der König von Assur Samaria ein und führte Israel gefangen fort nach Assur ... Und das geschah, weil die Söhne Israel gesündigt hatten gegen den HERRN, ihren Gott, der sie aus dem Land Ägypten hatte heraufkommen lassen aus der Hand des Pharao, des Königs von Ägypten, und weil sie andere Götter fürchteten und in den Ordnungen der Nationen lebten, die der HERR vor den Söhnen Israel vertrieben hatte“ (2 Könige 17,6.7)
„Und es geschah, als sie anfingen, dort zu wohnen, fürchteten sie den HERRN nicht. Da sandte der HERR Löwen unter sie, die unter ihnen mordeten.“ ( 2 Könige 17,25).
Das klingt auf den ersten Blick etwas brutal. Doch Gottes Gericht ist immer gerecht, es trifft nie Unschuldige. Zudem züchtigt Gott in Wahrheit aus Liebe. Wie lieblos wäre es wohl gewesen, wenn er nichts getan hätte und der Sünde tatenlos zugeschaut hätte? Wenn ich das mal mit meinem eigenen Leben vergleiche, so war das Ergebnis der Züchtigung immer, dass ich den Fehler bereute, Buße tat und es nicht mehr tat. Das wiederum hat Gott dann reich gesegnet. Sein Ziel ist immer die Umkehr von falschen Wegen. Gott geht es um eine Sinnänderung, um eine neue Herzenshaltung. Und dazu gebraucht er manchmal deutliche Mittel. Wohl jedes Glaubensgeprüfte Kind Gottes kann ein Lied davon singen. Nicht umsonst heisst es: "Wen der Herr liebt, den züchtigt er“ (Hebr. 12,6).
Zugegeben, wenn mir so was widerfuhr, hatte ich eine Menge Stress im Leben, es war nicht sehr schön. Aber seinen Zweck hatte es nie verfehlt: Es führte immer dazu, dass ich etwas in meinem Leben änderte, auch wenn ein schwacher Mensch auch vor Rückschlägen und erneuter Züchtigung nicht gefeit ist. Der Hammer Gottes ist in Wahrheit Gnade. Aus Liebe tut er manchmal Dinge, die nach außen hin hart und unverständlich scheinen.
Auch was das Volk Israel anging, so gab es anschließend immer große Bußbewegungen. Das Volk konzentrierte sich wieder auf den Herrn. Gegenwärtig erleben wir, wie Gott sein Volk wieder sammelt und im Staat Israel wohnen lässt. Die Zerstreuung hat auch immer ein Ende. Gott lässt niemanden einfach so absichtlich gegen die Wand laufen. Er will nur zeigen, dass es ungesund ist, sich gegen ihn zu wenden. Manche Menschen beeindruckt auch das nicht und sie werden wohl erst nach ihrem Tode die ganze Konsequenz der Gottlosigkeit erkennen. Aber die Chance bekommt jeder. Wer nur ein bisschen in seinem Leben auf die vielen Zeichen Gottes schaut, die guten und die weniger guten, der bemerkt, dass da jemand die Richtung vorgibt, dass da jemand am Schnürchen zieht. Ob wir dem folgen ist unsere freie Entscheidung, aber Hinweisschilder haben wir jede Menge um uns herum. Allein die Bibel ist ein perfektes Navigationsgerät bis in den Himmel.
Eckart Haase
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