Glaube

Angedacht.eu
Gottes Wort für Dich!

Andachten

Home

Feedback

Gästebuch

Impressum

Andacht vom 28. Januar 2009.

Glaube

Bibel

Mein Kind...

Beziehung zu Gott

Jahreszeiten

Ermutigung

Spezial


Glauben Andachten




Angedacht.eu durchsuchen:


Reiki Hintergründe
christliche Geschichten


Gott zieht auch die Obrigkeit zur Verantwortung!



An Skandale in der Politik, an Parteispendenaffären, haben wir uns längst gewöhnt, und die Wahlversprechen, die Politiker abgeben, nimmt wohl kaum noch einer auch nur im Ansatz ernst. Viel zu groß sind die Enttäuschungen. Und wer die Einschnitte in die sozialen Netze sieht während Spitzensteuersätze gesenkt und Vermögenssteuern abgeschafft werden, kommt nicht umhin, die Tatsache einzugestehen, dass es eine Umverteilung von unten nach oben gibt.

Und Bewerber wissen allesamt zu berichten, dass sie Probearbeiten und Praktika absolvieren dürfen, in denen sie zwar gefälligst eine vollwertige Arbeit abzugeben haben, aber keinen Lohn dafür bekommen. Nach dem Praktikum dürfen sie dann wieder nach Hause gehen, um eine Negativerfahrung reicher; längst spricht man von der "Generation Praktikum".

Gleichzeitig verbrennen Manager Milliarden, lösen Banker Finanzkrisen aus und führen Heuschrecken in Form von Hedge-Fonds gesunde Betriebe in den Ruin. Wen wundert's, dass viele Wut haben "auf die da oben".

Weil ich gläubiger Christ bin, habe ich mir natürlich auch die Frage gestellt, warum Gott nicht schon längst eingeschritten ist. Ich bete auch: "Oh Gott, greif ein! Lass es so nicht weitergehen!"

Gerade entdeckte ich einen Psalm, der mich tröstet und Gewissheit schenkt: Auch - und vielleicht gerade! - die Obrigkeiten müssen sich vor Gott ihrer Verantwortung stellen; sie dürfen nicht die Wehrlosen ausnutzen. Gott hört deren Stimmen, deren Rufen und sieht ihre Not.

Mag sich der Ein oder Andere der irdischen Gerechtigkeit entziehen: Gott sieht alles, Er weiß alles, und niemand kann vor Ihm fliehen. Eines Tages muss jeder - wirklich jeder! - vor Ihm erscheinen. Er ist unser Richter. Ausreden gelten da nicht. Er lässt sich nicht bestechen. Wozu auch? Er ist schließlich absolut heilig, und Ihm gehört alles!

Ich bitte deshalb Gott, dass unsere Eliten und Reichen erkennen, dass sie eine Verantwortung haben für die, die unten sind, die Not leiden. Viele haben es auch erkannt: Es gibt Reiche, die Stiftungen gründeten und gründen, es gibt Firmen, die bewusst auf Autos und Homepages gemeinnütziger Organisationen werben, es gibt eine große Zahl von Ehrenamtlichen, die ihre Zeit investieren. Ihnen gebührt unser Dank.

Mögen wir alle uns bewusst werden, dass wir eine Verantwortung haben für unseren Nächsten, dass wir die Wächter unserer Brüder sind, was nicht nur für unsere leiblichen oder geistlichen Geschwister, sondern auch für unsere Nachbarn, unsere Arbeitskollegen gilt.


Bibellesetipp:

Psalm 82:

"1. Ein Psalm Asaphs. Gott steht in der Gemeinde Gottes und ist Richter unter den Göttern.

2. Wie lange wollt ihr unrecht richten und die Person der Gottlosen vorziehen?

3. Schaffet Recht dem Armen und dem Waisen und helfet dem Elenden und Dürftigen zum Recht.

4. Errettet den Geringen und Armen und löset ihn aus der Gottlosen Gewalt.

5. Aber sie lassen sich nichts sagen und achten's nicht; sie gehen immer hin im Finstern; darum müssen alle Grundfesten des Landes wanken.

6. Ich habe wohl gesagt: 'Ihr seid Götter und allzumal Kinder des Höchsten';

7. aber ihr werdet sterben wie Menschen und wie ein Tyrann zugrunde gehen.

8. Gott, mache dich auf und richte den Erdboden: denn du bist Erbherr über die Heiden!"

Mit den besten Segenswünschen
Euer


Markus Kenn



Ein Projekt von Christliche Gedichte © 2009