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Andacht vom 28. Mai 2008.

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Über die Feindesliebe




Wie soll ich die lieben, die mir das Leben schwer machen? Die mich mobben, die mich vielleicht bestohlen oder sonst irgendwie schweren Schaden zügefügt haben? - Es fällt doch eigentlich schwer genug, die zu lieben, die gut zu uns sind, weil auch sie Fehler machen und an uns zwangsläufig schuldig werden. Und dann auch noch die Feinde lieben?

Sicher: Diese Forderung ist rein menschlich gesehen provokant und widersprcht unserem natürlichen Empfinden. Aber verändert eine solche Liebe nicht unsere Einstellung?

Man kann und soll sich längst nicht alles gefallen lassen; es gibt immer und überall Grenzen. Jesu Absicht ist es nicht, uns wehrlos zu machen, sondern auch hier Befreiung zu finden. Das macht vieles auf Dauer einfacher.

Ich merke das an mir: Weil ich mir angewöhnt habe, bei hektischen Menschen ruhig zu bleiben, schaukeln sich Aggressionen nicht hoch; selbst mancher Hektiker beruhigt sich.

Menschen, die sogar ihre Feinde lieben können, haben im Grunde auch immer eine sympathische Wirkung auf Andere; weil sie nicht nach Rache sinnen, sind sie ruhiger, und ihre Gelassenheit macht sie sympathisch.

Und wer seine Feinde lieben kann, verstrickt sich nicht in Hass, in Sünde, in Wut, die am Ende destruktiv ist und oft die eigene Gesundheit - körperlich wie seelisch - ruiniert. Wer auch seine Feinde lieben kann, ist freier, offener, lösungsorientierter. Und Jesus möchte, dass wir frei sind zu einem Leben in Seiner Fülle.


Bibellesetipp:

"Euch, die ihr mir zuhört, sage ich: Liebt eure Feinde; tut denen Gutes , die euch hassen, segnet die, die euch verfluchen, und betet für alle, die euch schlecht behandeln. Wenn dich jemand auf die Backe schlägt, so halte auch die andere Backe hin. Wenn dir jemand den Mantel wegnimmt, dem gib ihm noch das Hemd dazu. Wenn jemand dich um etwas bittet, dann gib es ihm; und wenn jemand dir etwas wegnimmt, dann fordere es nicht zurück. Behandelt die Menschen so, wie ihr selbst von ihnen behandelt werden wollt. Warum erwartet ihr von Gott eine Belohnung, wenn ihr nur die liebt, die euch auch lieben? Das tun sogar die Menschen, die nicht nach dem Willen Gottes fragen. Warum erwartet ihr von Gott eine Belohnung, wenn ihr die gut behandelt, die euch gut behandeln? Das tun auch die hartgesottensten Sünder. Warum erwartet ihr von Gott eine Belohnung, wenn ihr nur denen etwas leiht, von denen ihr wisst, dass sie es euch zurückgeben werden? Ausleihen, um es auf Heller und Pfennig zurückzubekommen, das tun auch die Sünder gegen ihresgleichen! Nein, eure Feinde sollt ihr lieben! Tut Gutes und leiht, ohne etwas zurückzuerwarten! Dann bekommt ihr reichen Lohn: Ihr werdet zu Kindern des Höchsten. Denn auch er ist gut zu den undankbaren und schlechten Menschen." (Lukas 6:27-35)

Mit den besten Segenswünschen
auch für meine allergrössten Feinde
Euer


Markus Kenn



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