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Andacht vom 29. April 2008.

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Gott hätte doch...




Gott hätte seinem Sohn Jesus einiges ersparen können. Wenn er ein wenig toleranter in Bezug auf Sünde wäre, dann hätte er auch mal Fünfe gerade sein lassen können und auch Sünder in den Himmel lassen können.

Dann hätte Jesus nicht diesen grausamen Tod am Kreuz sterben müssen, er hätte sich nicht verspotten und demütigen lassen müssen. Nie hätte Jesus im Garten Getsemani Blut schwitzen und Todesängste ausstehen müssen.

Doch Gott ist eben vieles: Er ist voller Gnade und Güte, seine Liebe ist unermesslich, aber tolerant ist Gott nicht. Es bleibt bei dem, was er gesagt hat:

„Ihr nun sollt vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.“ (Matthäus 5,48)
Und
„Ihr sollt heilig sein; denn ich, der HERR, euer Gott, bin heilig“ (3 Mose 19,2)

Das lässt keinen Spielraum für Toleranz. Eine einzige Sünde reichte damals aus für die Verteibung Adams und Evas aus dem Garten Eden. Wegen einer einzigen Ungehorsamkeit durfte Mose nicht in das verheissene Land einziehen, sondern durfte es nur von Weitem sehen. Denn Gott ändert sich und sein Wesen nicht.

„wenn wir untreu sind — er bleibt treu, denn er kann sich selbst nicht verleugnen“ (2Tim. 2,13)

„Nein, ich, der HERR, ich habe mich nicht geändert“ (Maleachi 3,6)

Deshalb hat Gott seinen Sohn geopfert. Weil er selbst in dieser schweren Lage sein Wesen nicht verleugnet. Es bleibt dabei, dass nur vollkommene und heilige Menschen einst in seine vollkommene und heilige Welt hineingehen können. Denn nur die kleinste Sünde würde diese Heiligkeit zunichte machen. Deswegen brauchen wir Jesus. Denn welcher Mensch könnte schon von sich behaupten völlig heilig zu sein? Niemand. Wir müssen erst zu Heiligen gemacht werden. Und das klappt nur mit Jesus. Wer sein stellvertretendes Opfer im Glauben in Anspruch nimmt, den spricht Gott frei von jeder Sünde. Das ist der Gnadenweg Gottes. Es gibt keinen anderen, nur diesen.


Eckart Haase




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