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Andacht vom 29. Juli 2007.

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Gott oder Ki?




In letzter Zeit habe ich immer öfter mit Menschen zu tun, die aus dem asiatischen Raum stammende Praktiken wie Feng Shui, Tai Chi oder Qigong anwenden. Sogar im Programm einer christlichen Gruppe hier in Berlin las ich, dass ein Qigong Kurs stattfindet. Ich habe gleich an E-Mail dorthin geschickt und meine Verwunderung darüber ausgedrückt, dass Christen sich mit so etwas beschäftigen und es sogar aktiv anbieten. Zumindest schrieb man mir zurück, dass man das Ganze etwas genauer unter die Lupe nehmen wolle.

Nach außen hin werden diese Praktiken meist als Entspannungsübung, Gymnastik oder Harmonisierungsmethode verkauft. Doch wenn man einmal hinter die Kulissen blickt, wird schnell klar, dass sie einen deutlich antichristlichen Charakter aufweisen. Letztendlich geht es immer um das Ki (Qi), eine undefinierte Energie. Für den Bereich des Feng Shui gebe ich hier mal einen Auszug aus der Online Enzyklopädie Wikipedia wieder:

„Qi sei laut Feng-Shui-Theorie dessen wichtigste Grundlage. Qi sei die unsichtbare Lebensenergie, die überall um uns, in jedem Wesen und jeder Zelle fließe. Sie sei die Energie, die alles belebe und gestalte. In Japan wird sie Ki, in China Qi und bei uns Odem oder Lebensenergie genannt. Die Aufgabe eines Feng-Shui-Beraters sei es, die Bewegung des Qi in der Umgebung und im Haus zu erkennen, zu harmonisieren und zu steigern. Eine hohe Ansammlung von günstigem Qi könne zu positiven Ergebnissen bei Gesundheit, Harmonie und Erfolg des Menschen führen.“ (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Feng_Shui)

Dasselbe gilt auch für das Qigong und das Tai Chi, bei denen das Qi (Chi) ja sogar im Namen vorkommt. Immer steht diese „Lebensenergie“ im Mittelpunkt. Indem sie angezapft wird, kann der gewünschte Effekt erzielt werden. Also für mich klingt das eher nach Magie. Der Mensch erhebt sich selbst zum Gott und mittels magischer Praktiken (so wie Zaubersprüche) gestaltet er seine Wirklichkeit selbst. Ein persönlicher, über uns stehender Gott kommt in diesem System nicht vor. Ja, ein solcher Gott wird sogar verleugnet, denn das würde nicht dazu passen, dass der Mensch im Grunde selbst Schöpfer seiner Realität ist.

Nur, was passiert, wenn der Mensch selbst Schöpfer seiner Realität ist, können wir uns auf dem Planeten Erde ja aus unmittelbarer Nähe anschauen: Kriege, Gewalt, Terror, um nur einige der „Schöpfungen“ des Menschen herauszugreifen. Gut gemacht Mensch! Du bist ein toller Schöpfer! Und dank dem Ki haben wir ja nun eine Energie in der Hand, die alles besser machen soll. Komisch: Es wird aber nichts besser. Sollte diese komische Energie doch nicht das Allheilmittel sein?

Es gibt Gott sei Dank immer mehr Aussteiger aus dem System des Ki. Diese Menschen haben begriffen, dass es nicht funktionieren kann, dass der Mensch selbst – in positiver Weise – auf sich und seine Umwelt einwirken kann, ohne Gott.
In der Bibel lesen wir, dass der Mensch von sich aus zu nichts Gutem fähig ist. Selbst die guten Werke eines Christen, sind zuvor von Gott bereitet worden. Und da hilft uns auch keine Ki-Energie. Allein vom Himmel dürfen wir alles Gute erwarten. Denn dort thront der Versorger, der gute Hirte, der allmächtige Gott. Das ist etwas, dass keine Energie der Welt ersetzen oder übertreffen kann. Derjenige, der alles erschaffen hat, erhört gerne aufrichtige Gebete, aber wenn wir ihn ausklammern und uns lieber auf magische Praktiken verlassen, dann sind auch die Folgen absehbar.

„Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter, bei dem keine Veränderung ist noch eines Wechsels Schatten.“ (Jakobus 1,17)

"Ein Mensch kann nichts empfangen, auch nicht eins, es sei ihm denn aus dem Himmel gegeben" (Johannes 3,27)


Eckart Haase




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