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Andacht vom 30. Oktober 2008.

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Über den unnützen Knecht




Es ist schon bemerkenswert, was Jesus uns da sagt:

„So sprecht auch ihr, wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen ist: Wir sind unnütze Sklaven; wir haben getan, was wir zu tun schuldig waren.“ (Lukas 17,10)

Jesus spricht hier von uns, den gläubigen Christen, die ihrem Herrn dienen möchten. Wenn Jesus sich wünscht, dass wir uns als „unnütze Knechte“ bezeichnen, so möchte er sicherlich nicht den christlichen Dienst abwerten. Ihm geht es vielmehr darum, dass wir uns unserer Position bewusst sind. Zu fordern haben wir wahrlich nichts, und wirklich etwas für Gott tun, was er nicht auch auf anderem Wege erreichen könnte, können wir auch nicht. Aus reiner Gnade sind wir Errettete und Berufene, Hochmut wäre etwas, das Jesus gar nicht leiden kann. Schließlich war er selbst die Demut in Person, ist als der Mensch-Gewordene Gott in Knechtsgestalt zu uns gekommen, um sein Leben für uns zu geben.

Diese Gesinnung sollen wir auch haben:
„Habt diese Gesinnung in euch, die auch in Christus Jesus war,
6 der in Gestalt Gottes war und es nicht für einen Raub hielt, Gott gleich zu sein.
7 Aber er machte sich selbst zu nichts und nahm Knechtsgestalt an, indem er den Menschen gleich geworden ist, und der Gestalt nach wie ein Mensch befunden,
8 erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja, zum Tod am Kreuz.“
(Philipper 2, 5-8).

Daran sollten wir immer denken. Auch wer von Gott mit Gaben reich gesegnet wurde, ist dennoch ein Knecht Gottes, der nicht in der Position ist, sich selbst zu erhöhen, sondern die Pflicht hat, seine Gaben für Gott einzusetzen. Falls jemand erhöht wird, dann in der ewigen Welt Gottes, auf die wir warten. Dann wird der Hausherr selbst entscheiden, wen er vorne an der Tafel platzieren wird oder eher weiter hinten. Verdient haben wir uns weder das eine noch das andere. Es ist ein großartiges Geschenk. Und wie Beschenkte sollten wir uns auch verhalten.


Eckart Haase




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