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Andacht vom  31. Oktober 2007.

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Es war aber einer krank, Lazarus von Bethanien, aus dem Dorfe der Maria und ihrer Schwester Martha, nämlich der Maria, die den Herrn gesalbt und seine Füße mit ihren Haaren getrocknet hat; deren Bruder Lazarus war krank. Da ließen ihm die Schwestern sagen: "Herr, siehe, den du lieb hast, der ist krank!" (Johannes 11:1-3)

Jesus kümmert sich

 

Jesus liebte Martha, Maria und Lazarus. Zweimal, in nur wenigen Versen (3 + 5), erfahren wir, dass Jesus zutiefst Anteil nimmt an den beiden Schwestern und deren Bruder. Es ist wichtig für uns dies anzuerkennen, weil sonst die Umstände dieser Familie und Jesus´ anfängliche Reaktion darauf möglicherweise Verwirrung bei uns auslösen könnten. Wir können auf die Liebe des Herrn als unseren festen Grund in schwierigen Zeiten vertrauen. In Zeiten von Verzweiflung und Verwüstung können wir uns vollkommen auf Jesus verlassen.

 

Nachlässigkeit oder Erkenntnis

 

Jesus war in unmittelbarer Nähe zu dem Dorf, wo Lazarus todkrank lag. Es wäre für Jesus eine Leichtigkeit gewesen, dorthin zu gehen und Lazarus zu besuchen, um ihn von jeglicher Krankheit, die ihn befallen haben mag, zu heilen. Trotz der ausgesprochenen Ernsthaftigkeit der Situation schob Jesus seinen Besuch bei Lazarus zwei Tage hinaus und in der Zwischenzeit starb Lazarus. Ohne eine feste Untermauerung der Liebe Jesu in unserem Leben, könnte Gottes Zeitplan und die Art und Weise seiner Reaktion rätselhaft erscheinen und uns vielleicht zunächst erschrecken.

 

Schauen wir auf Verzögerungen und fangen an, uns Gedanken zu machen, dass der Herr irgendwie nachlässig auf unsere Umstände reagiert? Jesus´ Jünger kämpften mit ähnlichen Fragen. Eines Abends, während eines fürchterlichen Sturms, waren der Herr und seine Jünger in einem Boot auf See. Der Herr war total erschöpft und fiel in einen tiefen Schlaf. Währenddessen wurde der Wind immer stärker und die Wellen höher, sodass die Jünger zunehmend ängstlicher wurden. Doch der Herr schlief noch immer, vollkommen verausgabt und außerstande aufzuwachen.

 

Als der Herr nicht sofort erwachte, riefen die Jünger in Schrecken aus: "Kümmerst du dich nicht um uns, Herr?" Jesus stand auf, gebot den Wellen und dem Wasser, stille zu sein und stellte den Frieden in den Elementen und in den Herzen seiner Männer wieder her. Beides, Jesus´ Taten und seine Worte, bewiesen die Tiefe seiner Liebe zu den Jüngern und seine Autorität, die ihm von Gott, dem Vater, gegeben war.

 

Jesus ist nicht nachlässig; er hat genaueste Kenntnis von jedem Detail und jeder Facette unseres Lebens. Jesus hat die Worte des Lebens und der Erkenntnis, die unser Anker im Sturm des Lebens sind und uns aus der Niederlage hinaus in ein siegreiches Leben bringen. Wenn Zweifel und Ängste in unseren Herzen aufsteigen, möchte uns der Herr beruhigen und uns Frieden geben. In solchen Zeiten brauchen wir nur in der Liebe Gottes ruhen und uns daran erinnern, auf Jesus zu vertrauen. Jesus kommt heute zu uns und sagt zu den Stürmen, die um uns herum toben: "Seid still." Kostbares Kind, empfange Seinen Frieden.

Königliche Sichtweise: Worte der Erkenntnis

 

Jesus hatte das Wort der Erkenntnis in Bezug auf Lazarus´ Leben tief in seinem Herzen eingeschlossen. Er wusste, "Diese Krankheit ist nicht zum Tode, sondern zur Ehre Gottes, damit der Sohn Gottes dadurch verherrlicht werde!" (Joh. 11:4)  Der Herr möchte, dass wir unser Leben aus der königlichen Sichtweise heraus betrachten, dass, egal was uns auch begegnen mag, er unser ewiglicher Vater und Friedensfürst ist. Wir müssen den Herrn um seine Sichtweise in unseren Umständen bitten.

 

Laufe im Licht

"Hat der Tag nicht zwölf Stunden? Wenn jemand bei Tage wandelt, so stößt er nicht an, denn er sieht das Licht dieser Welt. Wenn aber jemand bei Nacht wandelt, so stößt er an, weil das Licht nicht in ihm ist." (Joh. 11:9,10)

Das Leben besteht nicht nur aus Sonnenschein und Lachen. Es gibt Zeiten, in denen uns das Herz durch unerwartete Tragödien gebrochen wird. In solchen Zeiten mögen wir stolpern und in ganz außerordentlicher Weise Gottes Hilfe und Heilung benötigen. Es ist möglich, von den Umständen so vereinnahmt zu werden, dass man vergisst, sich ganz auf Jesus zu konzentrieren.

Dann aber winkt uns der Herr zu sich, nicht mit Tadel und Rüge, sondern mit zärtlichen Worten ruft er uns aus dem Schatten der Melancholie hinaus in das herrliche Licht seiner Liebe. Die Schatten mögen Gefühle des Zweifels sein, Hilflosigkeit, Hoffnungslosigkeit, Herzeleid oder Furcht. Es können Schatten der Wertlosigkeit, der Scham, des Schmerzes oder des Verlusts einer Vision sein. In unserer Schwäche kommen wir zu Jesus, in welchem wir Ruhe für unsere Seele und Hoffnung für unser Herz finden. Wir müssen uns nicht stark fühlen und alle, oder überhaupt auch nur eine einzige der Antworten kennen.

 

Jesus ist DIE Antwort. Er ist unsere allgegenwärtige Kraft und unser Schutz. Jesus fühlt mit uns und liebt uns mit einer ewig währenden Liebe. Jesus ist mit uns, ob wir uns nun seiner manifestierten Gegenwart bewusst sind oder nicht. Sein Versprechen an uns ist, dass er uns niemals verlassen oder im Stich lassen wird – egal, was auch kommen mag. Es gibt nichts im Himmel oder auf Erden, das uns von seiner Liebe trennen könnte.


"Unser Freund Lazarus ist entschlafen; aber ich gehe hin, um ihn aus dem Schlafe zu erwecken." (Joh. 11:11)

 

 

Auch jetzt – Martha, eine Heldin des Glaubens!

 

Als nun Jesus hinkam, fand er ihn schon vier Tage im Grabe liegend. Bethanien aber war nahe bei Jerusalem, ungefähr fünfzehn Stadien weit. Und viele von den Juden waren zu Martha und Maria gekommen, um sie wegen ihres Bruders zu trösten. Als Martha nun hörte, dass Jesus komme, lief sie ihm entgegen, Maria aber blieb im Hause. Da sprach Martha zu Jesus: "Herr, wärest du hier gewesen, mein Bruder wäre nicht gestorben! Aber auch jetzt weiß ich, was immer du von Gott erbitten wirst, das wird Gott dir geben." (Joh. 11:17-22)

Auch jetzt!

 

Was eine unglaubliche Verwandlung für Martha! Martha war einst vom Herrn zurechtgewiesen worden wegen ihrer falschen Einstellung Maria gegenüber, die zu den Füssen Jesus´ saß, während Martha geschäftig durchs Haus eilte. (Lukas 10:38-42).

 

Hier war Martha, nun eine Heldin des Glaubens, die sich als erste einen Weg zu Jesus bahnte. Marthas Herz war überschattet von Trauer über den plötzlichen Tod ihres Bruders, und doch suchte sie die Gegenwart Christi in ihren schwierigen Umständen. Ihr Haltung Jesus gegenüber war geprägt von Liebe und Respekt. Sie gab Jesus nicht die Schuld am Tod ihres Bruders und suchte auch nicht nach anderen, die sie beschuldigen konnte. Sie weigerte sich, in Selbstmitleid zu versinken, anstatt dessen entschloss sie sich, auf Christus zu hoffen, voller Vertrauen darauf, dass ihr toter Bruder geheilt würde.

 

Ihre großartigen Worte, "auch jetzt", sind doch ein Weckruf an die Tiefen unseres Daseins, aufzustehen und zu sagen: "auch jetzt", Herr, werden wir an dich glauben, dass du ein Wunder tust in unseren persönlichen Situationen, was immer sie auch sein mögen. Selbst wenn alles dunkel erscheint, wenn wir mit Tod und Verzweiflung konfrontiert werden, wenn wir mit denen weinen, die leiden, werden wir sagen, "auch jetzt"! Jesus ist unser starker Erlöser, die Auferstehung und das Leben.

Übersetzung: Gabriele Kohlmann

Originaltitel: "Even Now!"

Verfasserin: Catherine Brown Catherine@gatekeepers.org.uk

Quelle des Originals: www.elijahlist.com


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