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Auch JETZT!
Es war aber einer krank, Lazarus von
Bethanien, aus dem Dorfe der Maria und ihrer Schwester Martha, nämlich der
Maria, die den Herrn gesalbt und seine Füße mit ihren Haaren getrocknet hat;
deren Bruder Lazarus war krank. Da ließen ihm die Schwestern sagen: "Herr,
siehe, den du lieb hast, der ist krank!" (Johannes 11:1-3) Jesus kümmert sich
Jesus liebte Martha, Maria und Lazarus.
Zweimal, in nur wenigen Versen (3 + 5), erfahren wir, dass Jesus zutiefst
Anteil nimmt an den beiden Schwestern und deren Bruder. Es ist wichtig für uns
dies anzuerkennen, weil sonst die Umstände dieser Familie und Jesus´
anfängliche Reaktion darauf möglicherweise Verwirrung bei uns auslösen könnten.
Wir können auf die Liebe des Herrn als unseren festen Grund in schwierigen
Zeiten vertrauen. In Zeiten von Verzweiflung und Verwüstung können wir uns
vollkommen auf Jesus verlassen.
Nachlässigkeit oder Erkenntnis
Jesus war in unmittelbarer Nähe zu dem Dorf,
wo Lazarus todkrank lag. Es wäre für Jesus eine Leichtigkeit gewesen, dorthin zu
gehen und Lazarus zu besuchen, um ihn von jeglicher Krankheit, die ihn befallen
haben mag, zu heilen. Trotz der ausgesprochenen Ernsthaftigkeit der Situation
schob Jesus seinen Besuch bei Lazarus zwei Tage hinaus und in der Zwischenzeit
starb Lazarus. Ohne eine feste Untermauerung der Liebe Jesu in unserem Leben,
könnte Gottes Zeitplan und die Art und Weise seiner Reaktion rätselhaft
erscheinen und uns vielleicht zunächst erschrecken.
Schauen wir auf Verzögerungen und fangen an,
uns Gedanken zu machen, dass der Herr irgendwie nachlässig auf unsere Umstände
reagiert? Jesus´ Jünger kämpften mit ähnlichen Fragen. Eines Abends, während
eines fürchterlichen Sturms, waren der Herr und seine Jünger in einem Boot auf See.
Der Herr war total erschöpft und fiel in einen tiefen Schlaf. Währenddessen
wurde der Wind immer stärker und die Wellen höher, sodass die Jünger zunehmend
ängstlicher wurden. Doch der Herr schlief noch immer, vollkommen verausgabt und
außerstande aufzuwachen.
Als der Herr nicht sofort erwachte, riefen
die Jünger in Schrecken aus: "Kümmerst du dich nicht um uns, Herr?"
Jesus stand auf, gebot den Wellen und dem Wasser, stille zu sein und stellte
den Frieden in den Elementen und in den Herzen seiner Männer wieder her.
Beides, Jesus´ Taten und seine Worte, bewiesen die Tiefe seiner Liebe zu den
Jüngern und seine Autorität, die ihm von Gott, dem Vater, gegeben war.
Jesus ist nicht nachlässig; er hat genaueste
Kenntnis von jedem Detail und jeder Facette unseres Lebens. Jesus hat die Worte
des Lebens und der Erkenntnis, die unser Anker im Sturm des Lebens sind und uns
aus der Niederlage hinaus in ein siegreiches Leben bringen. Wenn Zweifel und
Ängste in unseren Herzen aufsteigen, möchte uns der Herr beruhigen und uns
Frieden geben. In solchen Zeiten brauchen wir nur in der Liebe Gottes ruhen und
uns daran erinnern, auf Jesus zu vertrauen. Jesus kommt heute zu uns und sagt
zu den Stürmen, die um uns herum toben: "Seid still." Kostbares Kind,
empfange Seinen Frieden.
Königliche Sichtweise: Worte der Erkenntnis
Jesus hatte das Wort der Erkenntnis in Bezug
auf Lazarus´ Leben tief in seinem Herzen eingeschlossen. Er wusste, "Diese
Krankheit ist nicht zum Tode, sondern zur Ehre Gottes, damit der Sohn Gottes
dadurch verherrlicht werde!" (Joh. 11:4) Der Herr möchte, dass wir unser Leben aus der
königlichen Sichtweise heraus betrachten, dass, egal was uns auch begegnen mag,
er unser ewiglicher Vater und Friedensfürst ist. Wir müssen den Herrn um seine
Sichtweise in unseren Umständen bitten.
Laufe im Licht
"Hat der Tag
nicht zwölf Stunden? Wenn jemand bei Tage wandelt, so stößt er nicht an, denn
er sieht das Licht dieser Welt. Wenn aber jemand bei Nacht wandelt, so stößt er
an, weil das Licht nicht in ihm ist." (Joh. 11:9,10)
Das Leben besteht nicht nur aus Sonnenschein und Lachen. Es gibt
Zeiten, in denen uns das Herz durch unerwartete Tragödien gebrochen wird. In
solchen Zeiten mögen wir stolpern und in ganz außerordentlicher Weise Gottes
Hilfe und Heilung benötigen. Es ist möglich, von den Umständen so vereinnahmt
zu werden, dass man vergisst, sich ganz auf Jesus zu konzentrieren.
Dann aber winkt uns der Herr zu sich, nicht
mit Tadel und Rüge, sondern mit zärtlichen Worten ruft er uns aus dem Schatten
der Melancholie hinaus in das herrliche Licht seiner Liebe. Die Schatten mögen
Gefühle des Zweifels sein, Hilflosigkeit, Hoffnungslosigkeit, Herzeleid oder
Furcht. Es können Schatten der Wertlosigkeit, der Scham, des Schmerzes oder des
Verlusts einer Vision sein. In unserer Schwäche kommen wir zu Jesus, in welchem
wir Ruhe für unsere Seele und Hoffnung für unser Herz finden. Wir müssen uns
nicht stark fühlen und alle, oder überhaupt auch nur eine einzige der Antworten
kennen.
Jesus ist DIE Antwort. Er ist unsere
allgegenwärtige Kraft und unser Schutz. Jesus fühlt mit uns und liebt uns mit
einer ewig währenden Liebe. Jesus ist mit uns, ob wir uns nun seiner
manifestierten Gegenwart bewusst sind oder nicht. Sein Versprechen an uns ist,
dass er uns niemals verlassen oder im Stich lassen wird – egal, was auch kommen
mag. Es gibt nichts im Himmel oder auf Erden, das uns von seiner Liebe trennen
könnte.
"Unser Freund Lazarus ist entschlafen; aber ich gehe hin, um ihn aus
dem Schlafe zu erwecken." (Joh. 11:11)
Auch jetzt – Martha, eine Heldin des
Glaubens!
Als nun Jesus hinkam, fand er ihn schon vier
Tage im Grabe liegend. Bethanien aber war nahe bei Jerusalem, ungefähr fünfzehn
Stadien weit. Und viele von den Juden waren zu Martha und Maria gekommen, um
sie wegen ihres Bruders zu trösten. Als Martha nun hörte, dass Jesus komme,
lief sie ihm entgegen, Maria aber blieb im Hause. Da sprach Martha zu Jesus:
"Herr, wärest du hier gewesen, mein Bruder wäre nicht gestorben! Aber auch
jetzt weiß ich, was immer du von Gott erbitten wirst, das wird Gott dir
geben."
(Joh. 11:17-22)
Auch jetzt!
Was eine unglaubliche Verwandlung für Martha!
Martha war einst vom Herrn zurechtgewiesen worden wegen ihrer falschen
Einstellung Maria gegenüber, die zu den Füssen Jesus´ saß, während Martha
geschäftig durchs Haus eilte. (Lukas 10:38-42).
Hier war Martha, nun eine Heldin des
Glaubens, die sich als erste einen Weg zu Jesus bahnte. Marthas Herz war
überschattet von Trauer über den plötzlichen Tod ihres Bruders, und doch suchte
sie die Gegenwart Christi in ihren schwierigen Umständen. Ihr Haltung Jesus gegenüber
war geprägt von Liebe und Respekt. Sie gab Jesus nicht die Schuld am Tod ihres
Bruders und suchte auch nicht nach anderen, die sie beschuldigen konnte. Sie
weigerte sich, in Selbstmitleid zu versinken, anstatt dessen entschloss sie
sich, auf Christus zu hoffen, voller Vertrauen darauf, dass ihr toter Bruder
geheilt würde.
Ihre großartigen Worte, "auch
jetzt", sind doch ein Weckruf an die Tiefen unseres Daseins, aufzustehen
und zu sagen: "auch jetzt", Herr, werden wir an dich glauben, dass du
ein Wunder tust in unseren persönlichen Situationen, was immer sie auch sein
mögen. Selbst wenn alles dunkel erscheint, wenn wir mit Tod und Verzweiflung
konfrontiert werden, wenn wir mit denen weinen, die leiden, werden wir sagen,
"auch jetzt"! Jesus ist unser starker Erlöser, die Auferstehung und
das Leben.
Übersetzung:
Gabriele Kohlmann
Originaltitel: "Even Now!"
Verfasserin: Catherine Brown Catherine@gatekeepers.org.uk
Quelle des
Originals: www.elijahlist.com
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